Aquarium Filtertechnik
Austauscher-Systeme
Aquarium Filtertechnik
Austauscher-Systeme

















25.02.2009
Zu dem Thema möchte ich nicht all zu viel erzählen.
Ich selber habe mir vor einpaar Jahren einen solchen Ionenaustauscher
bestehend aus Kationen- und Anionen Austauschharzen angeschafft.
Solche Geräte werden auch Vollentsalzer genannt.
Sie bestehen aus Materialien, mit denen gelöste Ionen gegen andere Ionen gleicher Ladung ersetzt werden können.
Bekanntestes Beispiel ist der Kationenaustauscher in einer Spülmaschine. Dieser tauscht Calcium-Ionen gegen Natrium-Ionen aus. Dadurch kann ein Geschirrspüler im Normalfall nicht verkalken, auch entstehen keine Kalkflecken auf den gespülten Gegenständen.
Das Spülmaschinen-Salz dient zum regenerieren dieses eingebauten Systems.
Benutzt man einen Kationen UND Anionen Austauscher, so erhält man
als Ergebnis im besten Fall 100% reines Wasser. Der Leitwert beträgt den 0-5uS/cm. Dieses Wasser besitzt keine Salze mehr und ist nicht zum Trinken geeignet. Destilliertes Wasser wird industriell nach diesem verfahren erzeugt.
Es eignet sich daher aber super zum verschneiden mit Leitungswasser um seine optimalen Wasserwerte zu mischen.
Positiv daran ist, das es dabei keinen Wasserverlust gibt, wie bei der Umkehrosmose.
Auch kann man die Austauscherharze nahezu unbegrenzt verwenden und immer wieder regenerieren.
Negativ ist eben das Regenerieren. Dies wird mit starken Säuren und Basen gemacht. Man benötigt u.a. HCI (Salzsäure) sowie NaOH (Natriumhydroxid) und muss häufig mit diesen gefährlichen Substanzen hantieren. Je mehr Wasser man erzeugt, desto schneller sind die Harze erschöpft und müssen regeneriert werden.
Leider sind auch die Chemikalien nur in größeren Mengen preiswert. Mengen für den Hausgebrauch sind in Apotheken doch recht teuer.
Inzwischen werben einige Firmen damit, das man, ähnlich dem Osmosefilter-Prinzip, sein Aquarienwasser direkt durch einen Kati- und Anionen Vollentsalzer pumpen kann, und somit Wasserwechsel überflüssig sind. Ich habe dies selbst getestet und die Wasserwerte sind
danach selbstverständlich besser. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, das man diese Geräte danach meist regenerieren muss.
Bei einem kleinen Aquarium ist dies evtl. einen Alternative, bei einem Großen wäre es mit persönlich zu viel Aufwand. Wer aber gerne mit Chemikalien umgeht oder auch de Räumlichkeiten dafür hat,dies ungefährlich zu erledigen, soll dies ruhig machen.
Ich würde mich immer wieder für die Osmoseanlage entscheiden. So teuer ist Wasser nicht. Außerdem kann man das Abwasser ja auffangen und zum Blumen gießen benutzen, in eine Zysterne leiten etc.
Andreas






