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13.12.1444 Herzog Adolf III. von Schleswig verpfändete dem Reimer aus Peißen (Swarten Delvues sone) für 200 ml (mark lübsch) sein Dorf (Peißen) und Bücken. Die Pfandablösung mußte 8 Tage vorher vom Herzog angekündigt werden. 03.05.1515 Simon Hogevelde und Detleff Graben verkauften dem Itzehoer Bürgermeister Wulff Gryß für 200 ml den Pfandbrief von Herzog Adolf III., den sie ererbt hatten. Eine sich von Dänemark aus, auch auf Holstein, ausbreitende und rasant zunehmende Landwirtschaftskrise zwingt die Grundeigentümer zum Verkauf ihrer Ländereien oder Verlassen des Eigentums. In dieser Zeit übernahm Frederik I. die Ländereien um Bücken und ließ die Lohmühle in der Zeit von 1526 bis 1528 erbauen. 15.06.1533 Tauschte der Herzog von Schleswig und spätere König von Dänemark Christian III. (1534-1559) mit seinem Hofmeister und Amtmann zu Steinburg Johann Rantzau Ländereien. Rantzau tauschte Land gegen zwei Ländereien zu Bücken. 06.01.1554 Die Familie Rantzau besaß Land in und um Schlotfeld, Winseldorf und Bücken. Bücken brachte an jährlichem Ertrag von Klaus Peterßen 12ß schatt (Pacht), jacht (Jagd) dienstgeld 1 ½ ml, roggenhure 15 ½ schepel. Von Hinrich Wiße 12 ß schatt, roggenhure, dienstgeld 1 ½ ml, 15 ½ schepel. Die Schäferei zu Bücken wurde auf 100 ml jährlich gerechnet. De budelmaker tho Itzehoe geven alle jair up Jaobi vor de walkmolen tho Bucken thor hure 15 ml. (ml=mark lübsch) (Es ist sicher, daß auch die Itzehoer Schuster, die meist gleichzeitig Gerber waren, Geld für die Nutzung der Stampf- und Walkmühle "der Lohmühle" zahlten. Zuzüglich zur Miete war ein Entgelt für die Nutzung des die Mühle antreibenden Wassers fällig, es lag im Durchschnitt bei 1 mark lübsch.) 12.04.1562 Klaus Peterßen aus Bücken verkaufte Hinrich Rantzau ein halbes Stück eigenes Land. 22.02.1565 Johann Rantzau hatte testiert, daß seine Witwe, Anna geb.Walstorp eine der drei Schäfereien, die in Bücken ansässig waren, erbe. Am 04.Oktober 1582 wurde der julianische Kalender außer Kraft gesetzt. Nach dem gregorianischen Kalender war der auf den 04.Oktober folgende Tag der 15.Oktober 1582. Dieser Hinweis ist eingefügt um darauf hinzuweisen, daß bis weit in das 16.Jahrhundert in den protestantischen Ländern der julianische Kalender weiter Anwendung fand. Dies gilt ebenso für die eigenhändigen Aufzeichnungen Christian IV. Wenn er also schreibt, er sei am 07.Juni 1625 in Steinburg gewesen, so sind diesem Datum 10 Tage hinzuzurechnen. 02.04.1586 Zwischen Heinrich und Frau Christine Rantzau wurde Roggen und Butter gegeneinander aufgerechnet. 28.09.1588 Teilung der Güter innerhalb der Familie Rantzau. Geert Rantzau behielt den Zehnten in Bücken. Frühjahr 1625 Ende Februar bis Ende März überqueren mehrere Hundert im dänischen Einfußbereich angeworbene Söldner die Lockstedter Heide von Nord nach Süd in Richtung Hamburg und Krempe / Glückstadt. Am 03. und 04.Juni passierten, aus Dänemark kommend, die "Sjælandske Kompanier af Skaanske Regiment Knægte" (heute Sjælandske Livregiment) und die "Fyenske Kompani af Jyske Regiment Landsfolk" (heute Fynske Livregiment), dem wegen der Uniformen "Roten Regiment" genannten Soldateska, mit etwa 600 Mann das Gebiet um Bücken. Die Kolonne hatte sich, mit dem seit Anfang Mai in Rendsburg ausgerüsteten und einquartierten Fußvolk vereinigt. Der gemeinsame Marsch folgte anfangs dem Heerweg und schwenkte irgendwann in Richtung auf Glückstadt. In den Zeughäusern von Krempe und Glückstadt wurde die Truppe noch einmal versorgt, marschierte danach weiter nach Haseldorf wo das Übersetzen der Truppe über die Elbe nach Stade am 06. und 07.Juni stattfand. Das bei Hamburg gemusterte Heer setzte ab dem 15.Juni über die Elbe und marschierte nach Verden ins Quartier. Gern hätte ich die in Ortschroniken des Kreises Steinburg aufgestellte und ständig wiederholte Behauptung, daß auf der Lockstedter Heide eine Heerschau stattfand, untermauert. Alle Fakten sprechen gegen eine solche Heerschau und nachfolgende Versammlungen. Christian IV. hat gemäß seiner eigenen Berichte am 07.Juni 1625 und auch später keine Heerschau auf der Lockstedter Heide abgehalten.(1) Wenn Aktivitäten zu vermelden waren, so betrafen sie das Zeughaus in Krempe oder Hafen und Zeughaus in Glückstadt. (Allein die Versorgung von wie behauptet 15.000 Mann Fußvolk und 10.000 Reitern, mit der entsprechenden Anzahl Pferde, über den Musterungszeitraum von 10 Tagen wäre in der Einöde südlich von Lockstedt bei Kellinghusen überhaupt nicht zu berwerkstelligen gewesen, es fehlte an Transport für Fourage, Futtermitteln und an Unterkünften.) Herbst 1626 Es fand keine Neuaufstellung oder Musterung eines Heeres durch Christian IV. oder einen seiner Heerführer auf der Lockstedter Heide statt. Es ist anzunehmen, daß es sich um die Übertragung der Musterung des holsteinische Adels vom 29.November in Rendsburg handelt, welcher sich der Adel auf Befehl des Königs unterziehen mußte. (siehe unten) 11.11.1626 bis 06.05.1627 Eine dänische Kompanie (Oheimb) wurde in Itzehoe einquartiert. bis 09.1627 Passage des Gebietes von durch den dänischen König angeworben ausländischen Söldnertruppen nach Rendsburg oder Glückstadt. 1630 wurde aus einer größeren Kalklieferung, die zum Aufbau des Schlosses Breitenburg bestellt worden war, eine entsprechende Menge nach Bücken verfrachtet. Dort sollte er für die Wiederherrichtung des Meierhauses verwendet werden. Zwischen 1632 und 1634 wurden auf Anordnung des Hauses Breitenburg notwendige Reparaturen an der Lohmühle durchgeführt. Es handelte sich hauptsächlich um Zimmerarbeiten. Februar 1642 Eine Kompanie des königlichen Regimentes Buchwaldt, die aus dem dänischen Lager bei Fuhlsbüttel abgezogen worden war, verlegte in den Raum zwischen Kellinghusen und Itzehoe. nach 1750 Der Zulauf zum Lohmühlenteich wurde an vier Stellen zur Wasserreserve für die Lohmühle aufgestaut. Die militärische Geländetaufe die um 1897 vorgenommen wurde, nannte den Damm, der den Steinteich sperrte, Bremer Damm. Der Musketierteich wurde durch den Hamburger Damm abgeriegelt und der Lübecker Damm hielt das Wasser im Wiedeteich zurück. Der Damm des Oberteiches wurde nicht benannt. Sonntag, 28.Juni 1818 Der dänische König war in Itzehoe angekommen zwecks Inspektion der hier stationierten leichten Dragoner. Montag, 29.Juni 1818 Um 6 Uhr morgens verließ König Frederik VI. seine Unterkunft in Itzehoe, um sich zur Besichtigung des Leib-Regiments leichter Dragoner nach Lohbarbek zu begeben. Dort sah er sich das Exerzieren des Regimentes an. Zum Abschluß der Musterung passierten die Soldaten "Revue" vor dem König. Zitat: "Blasende Postillons ritten voran, die Bürgerschaft paradirte mit einer schönen Musik, die grüne Garde (Bürgergarde) begleitete Seine Majestät und Seine Excellenz der Herr Oberdirektor ritt neben dem Wagen des Königs. Bei Osterhof wurden Seine Majestät von dem Herrn Grafen Carl von Rantzau empfangen, und bis zum Revue-Platz begleitet. Nach beendeter Besichtigung, über welche der König seine Zufriedenheit äußerte und einem ausgedehnten Frühstück mit Generalleutnant v.Kardorf in dessen Befehlszelt, trat der König um 14 Uhr die Rückreise nach Louisenlund (ein Schloß bei Güby, zwischen Schleswig und Eckernförde) an." Erst 28 Jahre später sollte wieder ein dänischer König auf der Lockstedter Heide sein. Aufrüstung des Heeres Christian IV. im Bereich Steinburg, besonders in Krempe.Auch die Behauptung, daß sich das restliche Heer von Christian IV. im Jahre 1626 auf der Lockstedter Heide gesammelt hätte, trifft nicht zu. Die entscheidende Schlacht gegen Johann Graf von Tilly fand am 17.August 1626 (27.) in Lutter am Barenberge statt. Die Truppen Christian IV. wurden vollständig aufgerieben, zum größten Teil vernichtet, ein Historiker schrieb, Christian IV. hätte 5.000 Tote auf dem Schlachtfeld gelassen, er wäre nur mit 30 Reitern entkommen. Nach der Schlacht am 17.August (27.) wurde Kaptejn Franz de Traytorrens beauftragt die restlichen Männer zu sammeln und zu führen. Graf Tilly hatte am Tag nach der Schlacht, am 28.August 1626 (18.) in einem Bericht geschrieben: "Die Fändel vnd Cornet betreffend / ob wol dess Feindts gantze Infanteria zertrennt worden / so werde ich doch über 50 oder 60 Fändel nicht wol mächtig seyn können / weiln die Soldaten solche verstecken vnd verborgen halten / andere theils zerrissen / vnd wil einer da / der ander dort / ein Stück zur Gedächtnuss haben. Von Corneten aber hab ich mehr nicht als 6 bekommen. Die Artollerey hat der Feindt gantz im Stich gelassen / vnd seynd der grossen Stück in allem durcheinander 22 verhanden. / Endtlich hat sich der König zu Dennemarck nach dem empfangenen Schaden vnd Verlust seiner gantzen Infanteria / so allerdings dissipirt vnd zertrennt ist / mit seiner Cavalleria / welche ebenmessig zertrennt worden / durch die Flucht gegen Wolffenbüttel / wie ich vermein / dann ich seithero kein beständige Nachrichtung erlange / wohin er sich eigentlich reterirt hab / salvirt."
Darstellung der Schlacht bei Lutter am Barenberg Quelle: Kjærsgaards Danmarks Historie Nach seiner Flucht vor Tilly hielt sich Christian IV. an verschiedenen Orten in Norddeutschland auf. In den Kalenderaufzeichnungen Christian IV. steht:
17. Aug. Schlacht in Lutter verloren, nach Wolfenbüttel zurückgezogen
20. Aug. mit dem Rest der Reiterei von Wolfenbüttel nach Meinersen. 21. Aug. marschierte nach "Eissens"; 22. Aug. nach Isenhagen; 24. Aug. vorbei Uelzen; 25. Aug. in der Nacht durch Lüchow, in die Schanzen bei Schnakenburg. 26. Aug. übersetzen über die Elbe. 30. Aug. von den Schanzen an der Elbe in Richtung Schnakenburg zum Gut "Forgium". 31. Aug. nach Stipelse. 08. Sept. von Stipelitz nach Lauenburg. 16. Sept. Bau einer Schiffsbrücke über die Elbe bei Lauenburg. 22. Sept. von Lauenburg nach Reinbeck. 23. Sept. von Reinbeck nach Blankenese. 24. Sept. von Blankenese nach Buxtehude. 26. Sept. von Buxtehude nach Stade. 02. Okt. König verlangte von Stade dort zu garnisonieren 26. Okt. der Prinz kommt nach Stade. 02. Nov. von Stade zum Kloster Zeven mit einer Anzahl Fußvolk. 03. Nov. von Zeven nach Ottersberg. 04. Nov. von Ottersberg nach Otersen. 05. Nov. nach Rethem, seitdem Verden belagert, in der Nacht die Brücke über die Aller genommen. 06. Nov. über die Brücke nach Hoya, das in der gleichen Nacht angenähert. 08. Nov. Hoya, König wurde durch Schuß in den Arm verwundet, Prinz Christian erhielt 2 Schüsse. 11. Nov. Hoya ergibt sich, Christian IV. zieht am gleichen Abend nach Rethem. 12. Nov. König von Rethem nach Ottersberg, dort wurde Quartier bezogen. 13. Nov. König von Ottersberg nach Stade. 24. Nov. König nach Steinburg. 25. Nov. König nach Rendsburg. 29. Nov. der holsteinische Adel kam nach Rendsburg und unterzog sich einer Musterung. 01. Dez. König von Rendsburg nach Steinburg. 04. Dez. König nach Haseldorf. 05. Dez. König nach Stade. 05. Dez. König bekam Brief von Christian Thommesen, daß er in Lingen gefangen war. 09. Dez. König empfängt Gesandten des schwedischen Königs, Christoffer Ludvig Rasch. 19. Dez. wurde Herzog Frans Karl Oberst über ein Regiment zu Fuß und beritten. 27. Dez. König von Stade nach Steinburg. 28. Dez. König von Steinburg nach Rendsburg. 29. Dez. König nach Oldenmorstoft. 30. Dez. König nach Haderslev. Hofrath Dr.G.Lichtenstein schreibt in seinem Buch über die Schlacht bei Lutter am Barenberg: "Stade war als Haupsammelplatz der Königlichen bezeichnet und schon 4 Wochen nach der Schlacht hatte Christian wieder 15 000 Mann zu Fuß und 7000 Reiter um sich." 1843 Die Schulen in den Dörfern, hier Ridders und Winseldorf, wurden von den jeweiligen Kommunen unterhalten. Nach einer Verordnung aus dem Jahre 1812 mußten den Lehrern eine Wohnung, ein Schulgarten und Dienstland, auch als Schulland bezeichnet, ausreichend für die Gräsung und Winterfütterung von 2 Kühen, zur Verfügung gestellt werden. Im Jahre 1843 beschwerten sich mehrere Lehrer, darunter auch die von Ridders und Winseldorf bei der Schulaufsicht, den Kirchenvisitatoren der Probstei Rendsburg darüber, daß ihnen von den Kommunen Gartenland und Dienstland vorenthalten werde und sie bäten die hochverehrlichen Herren Kirchenvisitatoren darum, diesem Zustand durch Intervention bei dem Oberinspektorat der Herrschaft Breitenburg (für Winseldorf) und der Oberintendantschaft des Gutes zu Drage (für Ridders) und der Klösterlichen Obrigkeit für die anderen Schulen, abzuhelfen. Im April 1884 wurden das Dienstland der Schulen im Grundbuch eingetragen unter: Schulgemeinde Ridders, Wohnort: Ridders, Gemeindebezirk in welchem das Grundstück belegen ist: Ridders, Bezeichnung des Grundstücks: Schule und Ländereien. Eingetragen unter Blatt 21. Schulgemeinde Winseldorf, Wohnort: Winseldorf, Gemeindebezirk in welchem das Grundstück belegen ist: Winseldorf, Bezeichnung des Grundstücks: Schule und Ländereien. Eingetragen unter Blatt 40. Nachfolgend ausgewählter Schriftverkehr:
1 In von mir herangezogenen, umfangreichen Unterlagen ist kein Hinweis auf eine Heerschau auf der Lockstedter Heide zu finden, ebenso wenig gibt es Belege für die in verschiedenen Chroniken des Kreises Steinburg behauptete Heerscharstärke von 15.000 Reitern und 10.000 Mann Fußvolk. Belegt ist aber, daß Ende Mai in Lokstedt bei Hamburg 60 Kompanien je 200 Mann, also 12.000 Mann, verteilt auf 5 Regimenter und 4.000 Reiter gemustert wurden.
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