Heeresfliegersprüche

Diese Sprüche wurden zum Teil von der Flugsicherung gesammelt. Sie wurden aber auch in den Shops und Gesellschaftsräumen erzählt bzw. sie waren auf den Fluren der Gebäude zu hören.


"Itzehoe Tower, Whisky 22 is about 8 Miles north, to come in via, äh, puh, puh, puh, November 2 to the Place."
Ein anderer unbekannter Pilot: "Where is puh, puh, puh?"


Turm-Kontrolleiter zu Hauptmann MT, der mit einer Cessna 150, Rufzeichen D-EORA, Platzflug machte: "D-EORA wie lange wollen sie noch Platzflug ma­chen?" MT: "Bis 1045 Uhr." Der Turm-Kontrolleiter schaut zur Uhr, es ist 1048 Uhr und sagt zu MT: "Zurückrollen genehmigt."


Feldwebel FK's Bemerkungen zur Alouette-III
Flugabfertiger FK zum Turm-Kontrolleiter WE: "Sag mal die holländi­sche Bo-105 sieht doch etwas anders als unsere?"
WE: "Ich weiß nicht, höchstens im Detail." FK: "Nö, die Bo-105 hat hinten doch zwei Räder und vorne eins."


Pilot: "Quebec 13 near Basten for reentry"
Controller: "Say again your Position!"
Quebec 13: "Basten, Peng, Peng!"

Pilot: "Quebec 13 in der Nähe von Basten (Schießstand) zum Wiedereinflug in die Kontrollzone." Turm-Kontrolleiter: "Wiederholen Sie ihre Position!"
Que­bec 13: "Basten, peng, peng!"


Pilot: "Zulu 22 request 180."
Controller: "Roger, to which side?" Zulu 22: "Affirm."
Pilot: "Zulu 22 erbittet 180° Autorotation." Turm-Kontrolleiter: "Verstanden zu welcher Seite?" Pilot: "Ich bestätige."


4 PAH sollen sich im Autal sammeln.
Turm-Kontrolleiter fragt: "Sind alle vier Maschinen da?" Antwort der Nr.4: "Ich sehe nur drei." Turm-Kontrolleiter: "Also sind alle vier da?" "Nein sonst sähe ich nur zwei." Neue Stimme: "Dann sieh doch mal nach links."


Tower zu GCA: "Cleared for Low-Approach not below 500 ft, there is on the Runway Celebration." (Calibration, Flugvermessung sollte es heißen.)


"Mission 4412 approved to leave and good wishes to the Navy"
Pilot des Tornado: "May I have the wishes also for the Air Force?"

Twr-Controller HP.
"Mission 4412 frei zum verlassen und gute Wünsche an die Marine."
Pilot des Tornado: "Könnte ich die Wünsche auch für die Luftwaffe haben?"
Es handelte sich, am Rufzeichen erkennbar, um ein Luftwaffen- und nicht Mari­neluftfahrzeug.


Ein Kommandeur in einer Kommandeurrunde zu Major S. weil dieser ge­langweilt aus dem Fenster schaute: "Sag mal, interessiert dich denn nicht was ich hier vortrage?" S.: "Was du hier sagst interessiert doch niemanden, schau dich doch mal in der Runde rum, der einzige der dir noch zu­hört ist SE."


Tornado-Pilot zu Itzehoe Tower: "Itzehoe from Mission 4652, do you have Birds at the Airfield?"
Controller: "Yes we have one UH-1D in the Pat­tern...."
(Der Pilot wollte nur wissen ob Vogelschlaggefahr herrscht)


"Itzehoe Lima 87, 5 Miles on Base for Full Stop."
Controller: "5 Miles on which Base and for what Runway?"
Lima 87: "Request Runway in use."
Controller: "Runway 27."
Lima 87: "In this case I request a straight in Approach."


Foxtrott 30 hat sich aus Schafstedt nach Nordoe abgemeldet.
10 Minuten später: "Foxtrott 30, from Itzehoe Tower, confirm reaching Nordoe?"
Foxtrott 30: "Roger, wilco, äh, affirm..."


Major Sch. zum Tower-Controller: "Itzehoe Tower be advised, there is a Stork on the Runway."
Antwort des Tower-Controllers: "Thank you, but we are informed about him and already cleared him until further notice."

"Itzehoe seien sie informiert, es ist ein Storch auf der Landebahn."
Der Turm-Kontrolleiter: "Dankeschön aber wir sind bereits informiert über ihn und wir haben ihm schon die Flugfreigabe bis auf weiteres erteilt."


Die Alouette-II hat 360 Wellen-PS. Zum Antrieb 180 PS und 180 PS zum Pfeifen.


Eine Cessna 210 mit einziehbarem Fahrwerk ist am PAR-Endanflug. Hauptmann ST zu Oberleutnant WE: "Denk an den Gearcheck!" WE: "Den hat er schon gemacht." ST beobachtet die Cessna durch das Fenster und sagt: "Der muß doch ein starres Fahrwerk haben, der hat das Fahrwerk ja noch draußen."


Der Pilot zum Tower:
"Good morning Itzehoe this is Sierra 10 out of Alpha, äh Bravo, correction Charly, Herrgott Sakrament Bravo sind wir."


Eine Phantom RF-4E fliegt unangemeldet in die Kontrollzone Itzehoe ein. Der Turm-Kontrolleiter spricht das Luftfahrzeug auf der Wachfrequenz 243.0 MHz an:
"Fox 4 penetrating Itzehoe Airspace without authorization the third time....you are cleared until further advise."

"Fox 4, die zum drittenmal ohne Genehmigung in den Itzehoer Luftraum ein­dringt .... die Flugfreigabe ist bis auf weiteres erteilt."


Flugplatzmeister: "Der Runway-Check ist beendet, alles klar. Können wir denn gleich die Bahn 27 walzen?" Controller: "Nein, es wollen gleich einige Ma­schinen Notverfahren fliegen." Flugplatzmeister: "Das macht nichts ihr habt ja doch heute die 09."


Flugplatzmeister: "Kann ich rechts von der 03/21 walzen?" Antwort Oberfähnrich WO: "Nein das geht nicht, da laufen gleich die Truppen lang und die Panzer hovern da auch rum."


Hauptmann BR hat das Rufzeichen Lima 66. Seine Standardredewendung beim In­itial Contact mit GCA: "He da unten aufwachen, look to the North and put me on your IFR-Map."

"Den Low Approach kannst du wieder gut machen, gib mir mal Deine Bon-Nummer." (Im Kasino haben die Mitglieder eine Rechnungsnummer)


FhrGefStd zu Tower: "Ruft doch mal die MEKO-Maschine aus Kiel zurück."
Tower zu GefStd: "Welche ist das denn?"
GefStd: "Die 8770."
Tower: "Die ist nicht in Kiel!"
GefStd: "Klar, die bekommt ihr über Kiel Tower."
Tower: "Das geht wirklich nicht, die steht nämlich in Wunstorf!!!"
"Ach so."


Beim Jahresabschlußappell: "Wir freuen uns darüber, daß das Regiment in diesem Jahr 12 Jahre unfallfrei fliegt, das ist länger als das Regiment besteht." Einwurf aus der zweiten Reihe: "Laß ihn, er ist auch nur Kommandeur."


Kommentar des Oberleutnant K.B. zur Abordnung für die PAH-Competition in Fritzlar im Oktober 91: "Wir schicken die schlechteste Mannschaft von unserer Staf­felcompetition nach Fritzlar. Stell dir vor die haben Chancen zu gewinnen, weißt du dann wie schlecht die anderen Regimenter sind."


Ein Kommandeur hatte die Absicht einen Hauptmann zum S-3 Org zu befehlen, wor­auf dieser ihm sagte: "Ich habe mit der Bundeswehr einen Vertrag als Pilot und nicht als S-3 Org und ich möchte, daß der Vertrag eingehalten wird."


Kommandeur zu Major S: "Am Montag haben alle, nachdem ich den Be­fehl vom Heeresamt für die Sportausbildung in Kraft gesetzt habe, so auf mei­ne Krawatte geschaut. Kannst du dich daran erinnern, ob die schief saß?"


Ein Kommandeur und ein Oberleutnant flogen Platzrunden. Immer wenn das Luftfahrzeug "On right Base" war und der Kommandeur die Positionsmeldung abgab fuhr der Scheibenwischer einmal über die Scheibe. Nach der Landung fragte Oberleutnant N. den Kommandeur: "Herr Oberstleutnant wie melden sie eigentlich wenn es regnet?"


"Der Kommandeur von Eurem Regiment geht noch mit einem Monokel in die Sauna." "Klar damit man sieht daß er beim Militär ist."


Während eines Aufenthaltes in Fürstenfeldbruck anläßlich der WFTU wurde ein Kommandeur gefragt, ob er Zivil dabei habe, man wolle nach München fahren. Als er das verneinte, sagte Hauptmann F. zu ihm: "Uniform macht einsam Herr Oberstleutnant."


"Herr Hauptmann sind sie auch Angehöriger des Toyota-Regiments?
Wieso Toyota Regiment?
Sehen sie, es ist wie in der Toyota Werbung, nichts ist unmöglich!"5


Nach einer Stabsbesprechung äußerte sich ein Teilnehmer mit einem bekannten Spruch: "... und aus dem Chaos kam eine Stimme und sprach zu mir - schließe die Augen, lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen! Ich schloß die Augen, ich lächelte und war froh .... und es kam schlimmer!"


Tower: "Whisky 32 what is your registration?" (Nummer der Maschine)
Whisky 32: "E H." (Echo, Hotel, waren die Initialen eines Oberstleutnants)


Mike 34: "Good morning Itzehoe, this is Mike 34."
Tower: "Mike 34 this is Itzehoe Tower go ahead!"
Mike 34: "In front of Hangar Echo request hover out for take off, Sierra rou­ting for departure to the north." (Sierra Departure ging nach Süden)


Tower: "Cargo 10 (CH-53) your aircraft is a fixed wing aircraft on downwind!"


Radiocheck: "Fox Tango ich höre sie laut und klar aber leise." (FT= Funktechnik)


Tower: "Mike 84 (VBH) cleared for take off Standard Pattern." Mike 84: (on FM Frequenz) "Wie sieht das Standard Pattern aus?"


Oberleutnant PN während einer Gefechtsstandübung: "Gott gebe den hier Übenden je drei Sack Ahnung und dem Hauptmann Br. als dem Planer der Übung minde­stens vier."


Tower: "Uniform 73, due to the Visibility stay closer to the Tower."
Uniform 73: (Bell UH1-D) "Wilco."
Tower: "Uniform 73, we have you again not in sight, do you have the Aerodro­me beacon in sight ?"
Uniform 73: "Affirmative!!"
Tower: "Uniform 73, but the Aerodrome beacon is not operative!!"


Kontrollturm: "Uniform 73, wegen der schlechten Sicht müssen sie in der Sichtweite des Kontrollturms bleiben."
Uniform 73: "Wird gemacht."
Kontrollturm: "Uniform 73 wir können sie wieder nicht sehen. Haben sie das Flugplatzleuchtfeuer in Sicht?"
Uniform 73: "Das bestätige ich."
Kontrollturm: "Aber das Flugplatzleuchtfeuer ist nicht einsatzbereit!"


Hauptmann zu Oberleutnant: "Kannst du mir die Telefonnummer vom Finanz­amt geben, ich habe den Auftrag vom Kommandeur zu prüfen, ob er die Te­lefongespräche, die er dienstlich von zu Hause führt von der Steuer absetzen kann."


Als einem Oberfähnrich der Fliegenden Abteilung das Ehrenkreuz der Bundeswehr verliehen wurde, sagte ein Pilot zu ihm: "Wir als Truppenoffiziere hätten das Ding gleich fortgeworfen." Worauf der Oberfähnrich antwortete: "Ihr unwissenden Dilettanten erhaltet so etwas ja gar nicht."


Beim Wetterbriefing. Herr N. berichtete, daß im Osten Nebel herrsche, der sich ab 0800 Uhr zögernd auflöse. Frage eines Staffelchefs: "Kann ich denn schon um 0700 Uhr gen Osten fliegen, vielleicht on Top ?"


Ein Chef zum Wetterberater Herrn N. "Herr N. geben Sie mir bitte mal ein Wetter für Nordholz!" Mitten im Wettervortrag wird Herr N. von ihm unterbrochen: "Ich will mal ehrlich sein", so der Major, "ich will nicht da­hin fliegen aber in Nordholz ist jetzt ein Golfturnier und mich interessieren die Bedingungen."


Ein Kommandeur während eines Unterrichts zu Angehörigen der Flugsicherung: "So dumm ist kein Flugsicherer, kein Pilot und noch nicht einmal ein Techni­ker. Ich kenne die Generalstäbler, ich habe oft genug mit ihnen zu tun gehabt und was die Intelligenz angeht, da braucht sich kein Heeresflieger, nicht einmal ein Obergefreiter der Heeresflieger zu verstecken."


Es sagte ein Oberstleutnant zum Major: "Das Diensthemd, das sie tragen ist aber nicht von der Kleiderkasse!" Major: "Das stimmt, aber wenn sie auch so eins wollen kann ich ihnen die Adresse meines Schneiders in Kuala Lumpur geben."


Es sagte ein Oberstleutnant: "Der Kommandeur ist letzte Woche bei Glatteis auf der B 77 mit seinem Auto wie wild an mir vorbeigefahren. Bei diesen schlechten Verhältnissen hat er fünf Autos überholt, so als habe er eine Verabredung mit Gott - aber den hat er offensichtlich auch nicht getroffen."


Nachdem die "PAR-80" nicht für den Betrieb freigegeben worden war, wurden die Mechaniker gefragt, warum die PAR-80 denn in Betrieb sei, wenn sie nicht be­nutzt werden darf. Die prompte Antwort: "Das ist wegen der Stillstandswar­tung! Wenn wir sie nämlich abschalten, kann es sein, daß wir die Sollwerte nicht wieder einstellen können und dann ist sie erst richtig kaputt, dann lassen wir sie lieber laufen."


Bei der Flugvermessung "PAR-80". Der Kontrolleiter gibt die Anweisungen wie der Pilot fliegen soll, damit er auf der Centerline (verlängerte Landebahnlinie) ist. Nach dem Anflug sagte der Vermessungsingenieur zum Kontrolleiter, daß das Luftfahrzeug immer etwas rechts neben der Centerline war, wenn der Kontrolleiter am Gerät sagte "on Centerline". Dar­aufhin meldete sich der Pilot der privaten Vermessungsmaschine, ein pensio­nierter Oberstleutnant: "Ich mußte immer zehn Grad weniger steuern als der Controller mir gesagt hat, sonst hätte ich die Bahn nicht getroffen."


Das Regiment flog mit fünf LTH nach Munsterlager um sich den Kampf der ver­bundenen Waffen anzuschauen. Der Führer hatte verkündet, das geht um 1400 Uhr los. Als wir in Munster einschwebten hatte das Spektakel schon begonnen. Als nun unser Kommandoführer an der Tribüne vorbei zu seinem Platz ging sagte ein Oberst Kamerad zu ihm: "Daß ihr nicht pünktlich zum Beginn um 1330 Uhr hier sein konntet ist verständlich, denn Heeresflieger sind immer im Stau, aber vielleicht könnt ihr es ja einrichten, daß ihr mal aus dem Stau kommt."5


Ein älterer Hauptfeldwebel, der mit einer Maschine einen Lustflug machte, wurde vom Tower gefragt: "7555 what is your Position ?" Ant­wort: "Ich bin noch sehr weit draußen, ich kann Hohenwestedt noch nicht sehen."


Hauptfeldwebel (kriegsgedient) und Feldwebel (Jungfuchs) unterwegs auf einem Flug von Dänemark nach Itzehoe. Der Strich in der Fliegerkarte ging durch die im Norden liegenden Kontrollzonen von Eggebeck, Schleswig und Hohn. Als sich die Maschine den Kontrollzonen näherte, sagte der Hauptfeldwebel: "Da fliegen wir außen herum, mit denen muß man englisch sprechen."


Sagte ein Hauptfeldwebel zu seinem Flugpassagier, einem Soldaten der Flugplatzgruppe: "Sag mir mal wie Line Taxi auf englisch heißt." "Das weiß ich nicht!" so die Antwort. Darauf der Hauptfeldwebel: "Das macht auch nichts, dann gehen wir einfach zu Fuß."


"Auf dem letzten Appell hat unser Feldwebel die Warteschleife für die nicht Beförderten bekommen." (Ehrenkreuz der Bundeswehr)


"Dieser Major ist bekannt als der ureigenste 08/15 Soldat: "Er hat Null Ahnung, macht manchmal an zwei Tagen zusammen acht Stunden Dienst und möchte nach A-15 besoldet werden."


Auf der Folie zum AIS-Briefing stand: "Nordholz PAR-80 u/s." Nach dem Brie­fing geht Major H. zu Feldwebel FK und sagt: "Herr Feldwebel, das bei Nord­holz ist falsch eingetragen, das muß PAR-08 u/s heißen." Antwort von FK: "Nein Herr Major das ist richtig eingetragen, denn PAR-80 ist eine Geräte­bezeichnung genau wie Jäger 90."


Im Flying Country Club saßen einige Offiziere am Tresen als ein Oberfähnrich mit seiner Freundin ins Kasino kam. Der anwesende Oberfeldarzt sagte, nachdem er die beiden gesehen hatte: "Wo kommen wir denn hin wenn hier jeder reinkommen kann!" Worauf der OFA von einem streitbaren Major gefragt wurde: "Herr D. war ihre Frau auch schon mal im Kasino ?" Der Oberfeldarzt bejahte die Frage. Nächste Frage des Majors: "Ist sie denn Offizier? ?"


Ein Kommandeur beim Briefing: "Wenn ein Vorgesetzter fachlich nicht fest im Sattel sitzt, dann zieht er sich am Anzug hoch. Noch bin ich hier nicht sat­telfest, deshalb der Anzug. Ab sofort gibt es entweder Lederjacke oder Feld­jacke geschlossen oder aus!"


Eines abends lamentierte ein Kommandeur der Technik im Kasino, was für ein fürchterlicher Verein die Kommandantur doch sei und das gemischte Verhältnis mit Zivilisten trüge auch nicht gerade dazu bei, daß die Disziplin besser werde usw.. Der Offizier, der gerade den Kommandanten vertrat, fragte den Kommandeur. "Wollen sie jetzt mit nach draußen gehen oder erst später ?" "Warum?" so fragte der Kommandeur. "Damit ich ihnen wegen ihrer unkundigen und völlig blödsinnigen Äußerungen eine Abreibung verpasse!"


Hauptfeldwebel ON war nach Meinung seiner Kameraden etwas korpulent. Es sagte ein Feldwebel zu ihm: "Herr Hauptfeldwebel wann wird es Zeit sich einen Diätplan erstellen zu lassen ?" "Das interessiert mich nicht", so seine Antwort. Dar­auf der Feldwebel: "Wenn Sie am Strand sitzen und Greenpeace kommt und will sie ins Wasser zurück schieben, spätestens dann!"


Wenn alte Weltkriegspiloten über ihre Blindflugausbildung sprachen, bekamen die Augen von Heeresfliegerpiloten einen traurigen Ausdruck. Welche Erlebniswelt blieb ihnen verschlossen. Dabei wurden gedankliche Fehler gemacht so der alte Pilot: "Früher hieß es Blindflug und wir wußten, daß wir eine Zeitlang ohne Bodensicht fliegen müssen. Heute fliegen die meisten Heerespiloten blind, es ist egal ob sie nach Instrumenten oder Bodensicht fliegen."


Oberstleutnant Hunger, der Standortälteste, besuchte einmal den Hungrigen Wolf, als er der Standortälteste war. An der Wache fragte er den Soldaten ob er ihn kenne. Der Soldat verneinte. Daraufhin wollte der Oberstleutnant dem Soldaten eine Brücke in Bezug auf seinen Namen bauen und sagte zu ihm: "Denken Sie mal nach. Was haben Sie, wenn Sie morgens aufstehen?" Der Soldat antwortete trocken: "Eine Latte."


Ähnlich wie diese Geschichte, jedoch wesentlich früher soll sich folgende ereignet haben. Hauptmann Hocker, der Kommandant, war im Urlaub, als ein neuer Wachmann eingestellt wurde. Als er nach Urlaubsende in Zivilkleidung auf seinem Moped, Marke "NSU-Quickly", an die Wache kam, stand dort ein Wachmann, den er nicht kannte und umgekehrt. Nach flüchtiger Ausweiskontrolle legte der Wachmann dem Kommandanten die Hand auf die Schulter und fragte: "Mußt Du in dem Laden hier auch das Geld verdienen?"


Ein Fluglotse in der Anflugkontrollstelle Hamburg sagte zu einer anfliegenden Lufthansa-Maschine: "Heute hat das Militär in Itzehoe Scheinerhaltertag, da wollen wieder alle fliegen, deshalb müssen wir Euch ein bißchen weiter raus nehmen, aber am Montag geht es wieder normal zu, dann haben die Scheinerhalter vom Hungrigen Wolf wieder ihr Soll erfüllt."


Der katholische Militärpfarrer wurde bei einem Besuch in der Kaserne gefragt, wie er sich verhalten würde, wenn er gerade ein Kind taufe und zwischendurch ABC-Alarm ausgelöst werde. Seine verblüffende Antwort: "Ich male schnell ein Schild mit der Aufschrift >Schutzraum< und hänge es außen an die Tür."


Es sagte ein Stabsunteroffizier zu einem Stabsfeldwebel (Luftfahr­zeugführer) nach einer unausgewogenen Diskussion: "In meine Laufbahn kann nicht jeder kommen; aber jeder Idiot wird Pilot."


Im Flugsicherungszug kursierte ein Spruch, der das Führungsverhalten der FS-StOffz beschreiben sollte. Der SATCO führe das Personal nach der Champignon Methode: "Die Untergebenen wissensmäßig im Dunkeln lassen und die hellen nach oben streben­den Köpfe möglichst schnell entfernen."


Der Kommandeur der FlgAbt 61 beschwerte sich: "Es gibt nur fünf Menschen auf der Welt, die in der Lage sind die Welt zu verstehen und zu steuern - und alle Fünf müssen in meiner Abteilung sein."


Ein Kontrolleiter von Hamburg Radar fragt beim Kontrollturm an: "Macht Ihr heute richtige Flugsi­cherung oder ist der HP auf Schicht ?"


Information für einen Hubschrauber bestimmt, der für die Polizei Amtshilfe leistete. Der OvG rief auf dem Kontrollturm an und sagte: "Die Frau, die gesucht wird, ist leicht verwirrt." Darauf der Kontrolleiter zum OvG. "Das wird der Besatzung der Maschine sehr dienlich sein bei ihrer Suche aus der Luft."


Frage an die D-EJWY: "Wieviel Personen sind an Bord?" Antwort: "Es sind kei­ne Personen an Bord!"


Ein Hauptmann war zum Erwerb seiner Arbeitsplatzzulassung auf dem Kontrollturm. Er arbeitete als Koordinator. In seinem Blickfeld lag ein Stock. Er fragte den neben ihm sitzenden Stabsunteroffizier: "Was ist das für ein Stock?" Antwort des Auszubildenden: "Das ist der Lehrlings­stock - für uns beide Herr Hauptmann."


Pilot: "Itzehoe Tower this is 8734."
Kontrollturm: "8734 this is Itzehoe Tower go ahead."
Pilot: "8734 is Sierra one for remaining over night."
Kontrollturm: "At Sierra one?"
Pilot: "Affirm at Sierra one."


Wetterbriefing um 1500 GMT. Herr W. sagt vorher, 6 km Bodensicht und 1.000 Fuß Wolkenunter­grenze. Der Bodennebel wird sich bis zum Beginn des Nachtflu­ges aufgelöst haben. Um 1520 GMT startete die erste Maschine. Herr W. rief auf dem Kontrollturm an und fragte. "Wieso fliegt die denn, das ist ja Wahnsinn!"


Anruf beim OvWa:
"Herr Hauptmann ich will nur Bescheid sagen, ich kann heute nicht zum Dienst kommen. Meine Katze ist krank und ich habe mit ihr einen Termin beim Arzt."
Gegenfrage:
"Haben Sie denn niemanden, der mit der Katze zum Tierarzt gehen kann?"
Antwort:
"Ich habe niemanden und Sie sollten froh sein, daß ich überhaupt an­gerufen habe."


Fachgespräch unter Flugwerkprüfern: "Hans-Erich du hast in deiner 15jährigen Tätigkeit noch nicht einmal die Grundbegriffe der Aerodynamik begriffen."


Übung, Verfügungsraum, Alkoholverbot, Flugdienst schon lange zu Ende. Der Schwarmführer kommt spät abends vom Briefing und überbringt die vermeintlich erlösende Nachricht:
"Ein Bier ist frei." Kommentar eines Oberleutnants: "Jetzt will ich keines mehr, ich bin schon beduselt."


Ein Transporthubschrauber vom Hungrigen Wolf auf einem Flug in den Süden. Anmeldung bei Wunstorf Tower für CTR- und Midfieldcrossing. Von Wunstorf genehmigt, beschauliches weiterfliegen - plötzlich auf Höhe von Barsinghausen die Stimme des Wunstorfer Kontrolleiters: "Wollt ihr euch nicht abmelden oder geht ihr zu Fuß?"


"Ich denke alle Hubschrauber fliegen", sagte ein Hauptfeldwebel nachdem ihm eine auf dem Fahrwerk aufgebockte UH-1D beim Schleppen über den Fuß gerollt war.


Dem Chef der Transportstaffel mißfiel, wie die Besatzungen den formalen Funk­sprechver­kehr durchführten. Er setzte am Freitag 1600 Uhr Unterricht an. Nach der theoretischen Einleitung kam er zur praktischen Ausbildung. Er sagte: "Hier eins an alle - kommen." Ungebetene Antwort eines Feldwebel: "Hier alle - kommen." Der Unter­richt war damit zu Ende.


Bezeichnungen im Disziplinarrecht hatten sich geändert. Der Chef setzte Unterricht an und erklärte die neuen Bezeichnungen: "Wenn ich also jetzt eine Geldbuße verhänge, wieviel kann ich dann einsetzen?" Feldwebel B. antworte­te: "Sie wählen einen Betrag zwischen einer Mark elf und neun Mark Neunundneun­zig."


Ein älterer Oberfeldwebel sagte zu einem Fähnrich: "Herr Fähnrich sie sollten sich die Sterne für die Offizierslaufbahn auf die Ärmel nähen lassen, sonst meint noch jemand sie wären Feldwebel und hätten Ahnung."


Manöverball: Die Frau eines Staffelkapitäns fragte beim Tanz einen Soldaten was er denn von ihrem Mann halte. Der Soldat, der am Morgen disziplinar ge­maßregelt worden war, antwortete: "Ich weiß ja nicht wie er bei ihnen zu Hau­se ist aber im Dienst ist er keinen Schuß Pulver wert."


Ein neuer Kommandeur hatte das Regiment übernommen. Beim Briefing in der Fliegenden Abteilung wurden die Soldaten auf ihn vorbereitet und folgende Verhaltensregel mitgegeben: "Wenn jemand von Ihnen den neuen Kommandeur sieht, so grüßt er ihn mit Guten Morgen Herr Oberstleutnant und nicht an­ders." Zwei Tage später begegnen zwei Oberleutnante dem neuen Kommandeur und begrüßen ihn: "Guten Morgen Herr Kommandeur."


Irgendwann nach Ende Flugbetrieb, Beercall im Kasino. Es wurde von jemandem am Tresen gefragt, ob man wisse warum ein bestimmter Stabsoffizier beim Standweitsprung nur 1.60 m weit gesprungen sei. Niemand konnte darauf keine Antwort geben. Dann wurde vom Sportoffizier erzählt: "Der Stabsoffizier hat heute morgen bei mir angerufen und gesagt, Sie sind doch der Sportoffizier. Ich muß unbedingt den Standweitsprung für das Sportabzeichen machen, können Sie es so einrichten, daß ich um 1000 Uhr springen kann. Ich habe den Stabsoffizier darauf hingewiesen, daß die Sporthalle zu diesem Zeitpunkt benutzt wird, wenn er wolle, dann könne die Standweitsprungabnahme sofort stattfinden. Der Stabsoffizier hatte aber nicht sofort Zeit und sagte zu mir, er werde sich darum kümmern, daß die Sporthalle ab 1000 Uhr für ihn nutzbar wäre. Der Stabsoffizier hätte für richtig viel Chaos und Verwirrung gesorgt, mehr als sonst üblich war, aber er konnte in die Halle. Der Standweitsprung wurde abgenommen und die Weite dokumentiert, er hatte 1.60 m geschafft." Ein Offizier am Tresen sagte zu seinem Gegenüber, daß damit seine Frage aber nicht beantwortet sei. Daraufhin sagte der Sportoffizier: "Wir hatten aus Vorsicht zwei Matten an die Wand geschoben, die der Stabsoffizier natürlich gesehen hatte und der wußte, wenn er weiter als 1.60 m springen würde, dann würde er gegen die Wand springen."


Beim Northern Beercall standen Piloten von Heer, Luftwaffe und Marine zusammen und diskutierten wer im gemeinsam genutzten Luftraum am wichtigsten wäre und wer die Aufgabe der Luftraumkontrollmaßnahmen wahrnehmen sollte. In der hitzig werdenden Debatte sagte ein Luftwaffenoffizier die abschließenden Worte: "Wenn Gott gewollt hätte, daß das Heer fliegt, dann wäre der Himmel oliv."


Ein Oberst a.D. sagte: "Ich schäme mich für das Führungsverhalten meiner Jahrgangs­kameraden und alles was sie durch ihr Verhalten auf dem Hungrigen Wolf angerichtet haben".


Ein Mitarbeiter des zivilen Fernmeldepersonals sagte: "Wir haben uns sehr oft gefragt wieviel Vertrauen ein Kommandeur zu seinen Untergebenen hat, wenn er wöchentlich ein paar mal nach Dienstschluß um Kasino und Unteroffiziersheim schleicht und durch die Fenster kontrolliert, wer da drinnen ist."


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